66838 II

DHT160X

 

 

TRIX

Zurück      Drucken      DHT160X_Adyn (00/02.2011)

Lokdecoder TRIX 66838 II

für Systeme SelecTRIX®1, SX2, DCC und DC

Erweiterte Funktionen:

Betriebsanleitung für SelecTRIX-1 Betrieb

mit Adressdynamik und

Parameter-Programmierung

Diese Betriebsanleitung gilt für den Decoder TRIX 66838 II (DHT160X) Version 7 nach Freischaltung der erweiterten Funktionen.

Funktionsübersicht SelecTRIX-1 Betrieb nach Parameter-Programmierung für Adressdynamik

Decodereinstellung über

               Parameter-Programmierung für SX1 Adressdynamik

               SX1-Programmierung,

               Parameter-Programmierung für SX1,

               Parameter-Programmierung für SX2 bzw.

               DCC CV-Programmierung:

               siehe separate Betriebsanleitungen

 

Elektronische Decoder-Einstellung (Programmierung)

               Programmiergleis-Programmierung

               Hauptgleis-Programmierung: Zuordnung Fahrzeugadressen

 

Einstellungen Parameter-Programmierung:

               Betriebsart: SX1 mit Adressdynamik

               Lok- und Funktionsadressen zugeordnet durch Adressdynamik

               Anfahrbeschleunigung über 2 Minuten bis zur Höchstgeschwindigkeit

               Bremsverzögerung separat einstellbar

               Schnellbremse / Nothalt

               Rangierverzögerung und/oder Rangiergang

               Rangiertaste

               Anfahrverzögerung bis über 1 Sekunde einstellbar

               Helligkeit Spitzenlicht und Aux1-Ausgang einstellbar

               Spitzenlicht dimmbar über Funktionstaste

               Zuordnung der Zusatzfunktionen zu Funktionstasten

 

Funktionszuordnungen:

               Licht ein-/ausschalten

               Ausgang Aux1 ein-/ausschalten

               Spitzenlicht dimmbar über Funktionstaste

               Rangiertaste

               Nothalt durch Fahrtrichtungswechsel

Betrieb

Anwahl der Lok: Die Lok wird über ihre 4-stellige Lokadresse (eingestellt mit Parameter 001 und 002) am Fahrregler ausgewählt. Hierzu ist ein Fahrregler und eine Zentraleinheit erforderlich, die das SelecTRIX-1 Protokoll mit Adressdynamik unterstützt. Die Zentraleinheit ordnet der Lok eine SelecTRIX-1 Adresse und ggf. auch eine Funktionsadresse zu.

Adresse für Zusatzfunktionen: Der Decoder unterstützt in diesem Betriebsmodus das Ein-/Ausschalten des Ausganges Aux1, eine Rangiertaste und das Abblenden der Spitzenlichtes. Wurde keine Zusatzfunktionsadresse zugeordnet, kann über die Taste Horn des Fahrreglers nur eine Zusatzfunktion geschaltet werden (Werkseinstellung Ausgang Aux1). Um die anderen Funktionen jedoch benutzen zu können, muss eine Zusatzfunktionsadresse zugeordnet werden. Mit den Funktionstasten am Fahrregler können dann die zusätzlichen Funktionen geschaltet werden. Über die Funktionszuordnung können den Zusatzfunktionen ggf. andere Tasten zugeordnet werden.

Beschleunigungs- und Bremsverzögerung: Bei diesem Decoder kann die interne Massensimulation für Beschleunigen und Bremsen auf bis über 250 Sekunden vom Stillstand bis zur Höchstgeschwindigkeit und umgekehrt eingestellt werden. Auf Modellbahnen muss wegen der wesentlich kürzeren Strecken eine kurze Verzögerungszeit eingestellt werden. In der Regel ist eine Verzögerungszeit von 10 bis 15 Sekunden bis zur Höchstgeschwindigkeit eine gute Wahl. Hierbei gilt: je größer die Massensimulation, desto vorbildgetreuer fährt ein Fahrzeug.

Fahrstufen: Das SelecTRIX-1 Protokoll hat 31 Fahrstufen. Intern hat der Decoder jedoch 127 Fahrstufen, z.B. entspricht die SelecTRIX-1 Fahrstufe 4 der internen Fahrstufe 16 und die SelecTRIX-1 Fahrstufe 10 der internen Fahrstufe 20. Beim Beschleunigen und beim Bremsen durchläuft der Decoder alle dazwischen liegenden internen Fahrstufen. Von SelecTRIX-1 Fahrstufe 4 bis 10 durchläuft der Decoder die internen Fahrstufen 16, 17, 18 usw. bis zu 39 gefolgt von Fahrstufe 40 jeweils mit der für eine interne Fahrstufe berechneten Massensimulation. Selbst beim Aufschalten des Fahrreglers von einer SelecTRIX-1 Fahrstufe zur nächsten werden die internen Zwischenfahrstufen mit Massensimulation durchlaufen. Je größer hierbei die Massensimulation ist, desto weicher fährt das Fahrzeug. Bei sehr kleiner Massensimulation sind die Fahrstufensprünge sichtbar, bei entsprechend größerer Massensimulation sind die Fahrstufensprünge nicht mehr wahrnehmbar.

Nothalt: Bei großer Massensimulation kann es vorkommen, dass man nicht rechtzeitig bremst. Um einen Unfall zu verhindern besitzt der Decoder eine Schnellbremse (Nothalt), der durch einen Fahrtrichtungswechsel eingeleitet werden kann. Hierfür kann bei der Parameter-Programmierung die Massensimulation bei Nothalt eingestellt werden.

Rangieren: Beim Rangieren möchte man die Lok mit geringer Massensimulation und mit geringerer Höchstgeschwindigkeit kontrollieren können. Hierzu können in den Parametern eine Rangiergeschwindigkeit und eine Rangier-Massensimulation eingestellt werden

Zusatzfunktionen: In diesem Betriebsmodus hat der Decoder mehrere Zusatzfunktion: das Ein-/ bzw. Ausschalten des Zusatzausganges Aux1. Dieser kann, wenn keine Funktionsadresse einprogrammiert wurde, normalerweise über die Taste Horn des Fahrreglers geschaltet werden. Ist eine Funktionsadresse zugeordnet, können weitere Funktionen benutzt werden: Rangieren und Spitzenlicht abblenden.

Funktionen und Tasten-Zuordnung

 

 

Funktion

(Werkseinstellung)

Betrieb mit Funktionsadresse

Betrieb ohne Funktionsadresse

Licht

Taste Licht

Taste Licht

Ausgang Aux1

Taste 1

Taste Horn

-

Taste 2

-

-

Taste 3

-

Rangieren

Taste 4

-

-

Taste 5

-

-

Taste 6

-

-

Taste 7

-

Abblendlicht

Taste 8

-

Wenn eine Funktionsadresse zugeordnet ist:

 

 

-

Taste Horn = Taste F9

-

Wenn zwei Funktionsadressen zugeordnet sind:

 

 

-

Taste 9

-

-

Taste 10

-

-

Taste 11

-

-

Taste 12

-

-

Taste Horn

-

Über die Funktionszuordnungen können die Tastenzuordnungen zu den Funktionen verändert und auch ggf. kombiniert werden. So kann z.B. Funktion Rangieren auf die Taste F1 (statt Ausgang Aux1, der auf eine andere Taste gelegt werden kann) und zusätzlich können die Spitzenlichter auf beiden Seiten des Fahrzeuges eingeschaltet werden. Dann kann ohne zusätzliche Funktionsadresse über die Taste Horn rangiert werden.

Inbetriebnahme und Einstellung des Decoders

Der Decoder ist ab Werk für den Betrieb mit DCC eingestellt. Für den Betrieb mit SX1 Adressdynamik muss der Decoder einmal mit der SX2 Parameter-Programmiermethode programmiert werden. Hierbei genügt es, die 4-stellige Loknummer zu programmieren bzw. zu verändern.

Der Decoder ist dann mit der eingestellten Loknummer betriebsbereit. Nach ersten Tests können Sie gegebenenfalls die Einstellwerte des Decoders anpassen.

Einstellung des Decoders mit der Parameter-Programmiermethode

Die Parameter-Methode dient der Einstellung der Kennwerte des Decoders. Gegenüber der SelecTRIX-1 Programmiermethode kann der Decoder dem jeweiligen Fahrzeug besser abgestimmt bzw. den Betriebsgegebenheiten besser angepasst werden.

Diese Programmiermethode ist bei SelecTRIX-Geräten einer neuen Generation, z.B. Geräte mit Adressdynamik, SelecTRIX-Geräten, die auch das Datenformat SX2 beherrschen, möglich.

Zur Beachtung: Beim Einstellen des Decoders wird die System-Betriebsart des Decoders entsprechend der verwendeten Methode automatisch eingestellt. Die jeweils verwendete Methode der Decoderprogrammierung bestimmt die Betriebsart. Lesen der Decodereinstellungen verändert die Betriebsart nicht, mit Ausnahme SelecTRIX-1 Lesen der erweiterten Kennwerte, da hierbei der Decoder intern umprogrammiert werden muss.

Die Parameter sind in verschiedene Gruppen eingeteilt:

·         Lokadressen zur Identifikation eines Fahrzeuges und seiner Zusatzfunktionen,

·         Die Fahreigenschaften eines Fahrzeuges,

·         Eigenschaften der Gleisanlagen,

·         Korrektur von Verdrahtungsfehler,

·         Anpassung des Decoders an spezifische Eigenschaften des Motors,

·         Zuordnung von Funktionen des Decoders an Funktionstasten,

·         Eigenschaften von speziellen Funktionen,

·         Information über die eingestellte Systembetriebsart und Kennzeichnungen des Decoders.

Decoder-Parameter 001 .. 009: Lokadressen

Mit diesen Parametern wird die Identifikation eines Fahrzeuges und ggf. seiner Zusatzfunktionen festgelegt.

4-stellige Loknummer: Die 4-stellige Loknummer setzt sich aus zwei Parametern zusammen: Parameter 001 stellt die Zehner- und Einerstelle und Parameter 002 die Tausender und Hunderterstelle dar. Die Werte der beiden Parameter dürfen jeweils 00 bis 99 sein. Nur wenn mindestens einer der Parameter 001 bzw. 002 ungleich 0 ist (d.h. die 4-stellige Loknummer ist ungleich 000), kann das Fahrzeug mit SelecTRIX-1 Adressdynamik betrieben werden.

Lokadresse: Die Lokadresse wird durch die Adressdynamik der Zentraleinheit automatisch auf eine gültige SelecTRIX-1 Adressen eingestellt bzw. ggf. auf 112 gesetzt.

Funktionsadressen: Funktionsadressen werden ebenso durch die Adressdynamik der Zentraleinheit zugeordnet. Hierbei werden in der Regel absolute Adressen vergeben.

Lokadressen:

Parameter

Wert

Werks-

Einstellung

Bemerkungen

4-stellige Lok-Nummer

001 + 002

0 .. 9999

1001

Muss für SX1-Betrieb mit Adressdynamik ungleich 0000 sein

Lok-Nummer

Zehner- / Einerstelle

001

0 .. 99

01

 

Lok-Nummer

Tausender- / Hunderterstelle

002

0 .. 99

10

 

 

 

 

 

 

Lokadresse

003

1 .. 103/111

112

Wird durch Adressdynamik automatisch zugeordnet

Funktionsadresse

004

0 .. 111

1

 

Funktionsadresse 2

005

0 .. 111

0

 

Wirkungsweise Funktionsadresse

007

0 / 1

0

 

 

Decoder-Parameter 011 .. 019: Lokcharakteristik

Diese Parameter bestimmen die Fahreigenschaften eines Fahrzeuges.

Beschleunigung (Parameter 011) / Bremsverzögerung (Parameter 012): Mit diesen Parametern wird die Decoder-interne Massensimulation eingestellt. Mit Parameter 011 wird die Massensimulation für die Beschleunigung, mit Parameter 012 die Massensimulation beim Bremsen eingestellt. Ist Parameter 012 auf 0 (Null) eingestellt, wird zum Bremsen dieselbe Massensimulation wie zum Beschleunigen verwendet.

Die Zeit zum Auf- oder Abschalten zwischen zwei SelecTRIX-Fahrstufen errechnet sich aus dem Zeitfaktor von ca. 8 Millisekunden zwischen 2 internen Fahrstufen multipliziert mit 4 (die Anzahl interner Fahrstufen je SelecTRIX-Fahrstufe) multipliziert mit der im Parameter angegebenen Verzögerung. Die Massensimulation kann auf über 250 Sekunden vom Stillstand bis zur Höchstgeschwindigkeit eingestellt werden (Im Gegensatz hierzu kann mit der SX1-Methode die Massensimulation nur in 7 Stufen bis ca. 16 Sekunden eingestellt werden).

Schnellbremse / Nothalt (Parameter 015): Hiermit kann eine weiche Schnellbremse eingerichtet werden. Mit der Parameter-Programmiermethode kann eine Bremsverzögerung von bis zu über vier Minuten von der Höchstgeschwindigkeit bis zum Stillstand eingestellt werden. Wird aber beim Bremsen festgestellt, dass der Bremsweg durch die eingestellte Massensimulation viel zu groß ist, d.h. es wurde zu spät gebremst, kann durch eine Fahrtrichtungsumkehr die Schnellbremse ausgelöst werden. Hierbei wird die als Schnellbremse eingestellte Bremsverzögerung verwendet. Ist der Wert der Schnellbremse 0, wird das Fahrzeug abrupt angehalten, ist der Wert 1 oder größer, wird das Fahrzeug entsprechend weich angehalten.

Anfahrverzögerung (Parameter 016): Dieser Parameter legt fest, ob zwischen Stillstand und der ersten internen Fahrstufe eine Verzögerung sein soll. Ist der Wert der Anfahrverzögerung größer als die Beschleunigung, fährt das Fahrzeug nach Stillstand erst nach Ablauf dieser Verzögerung mit der internen Fahrstufe 1 an.

Höchstgeschwindigkeit (Parameter 013): Mit diesem Parameter wird die Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeuges in 128 Stufen festgelegt. Von dieser Einstellung werden die Geschwindigkeiten der einzelnen Fahrstufen proportional durch Spannungsteilung abgeleitet, d.h. je höher die Hochstgeschwindigkeit ist, desto höher ist die Geschwindigkeit in einer bestimmten Fahrstufe. Es kann allerdings vorkommen, dass ab einem bestimmten Punkt die Höchstgeschwindigkeit trotz Vergrösserung dieses Wertes nicht mehr zunimmt, da der Decoder bei dem jeweiligen Motor an seine Austeuerungsgrenze gelangt ist.


 


Geschwindigkeit Analogbetrieb (Parameter 017): Mit diesem Parameter kann die Höchstgeschwindigkeit bei Analogbetrieb (DC) eingestellt werden.

Rangiergeschwindigkeit (Parameter 018): Mit diesem Parameter wird die Rangiergeschwindigkeit des Fahrzeuges festgelegt. Die Rangiergeschwindigkeit gilt als Höchstgeschwindigkeit, wenn die Rangier-Taste am Fahrregler eingeschaltet ist. Dieser Parameter wird nicht benutzt, wenn ein Rangiergang mit Parameter 019 eingerichtet ist.

Rangierverzögerung / Rangiergang (Parameter 019): Hiermit kann eine Rangierverzögerung und / oder ein Rangiergang eingerichtet werden. Die Rangierverzögerung bzw. der Rangiergang kann während des Betriebes durch die Rangier -Taste (Zusatzfunktion – Werkseinstellung) am Fahrregler eingestellt werden. Ist die Rangier-Taste ausgeschaltet, fährt die Lok entsprechend den eingestellten Werten für Beschleunigen und Bremsen. Ist die Rangier-Taste jedoch eingeschaltet, beschleunigt und bremst die Lok entsprechend dem für die Rangierverzögerung eingestellten Wert. Ist ein Rangiergang eingestellt, wird die interne Fahrstufenanzahl pro SelecTRIX-Fahrstufe halbiert – die Geschwindigkeit z.B. der Fahrstufe 20 entspricht dann der normalen Fahrstufe 10.

Lokcharakteristik:

Parameter

Wert

Werks-

Einstellung

Bemerkungen

Beschleunigung

011

1 .. 255

5

 

Bremsverzögerung

012

0 .. 255

5

0: Bremsverzögerung = Beschleunigung

Höchstgeschwindigkeit

013

1 .. 127

92

 

Schnellbremse / Nothalt

015

0 .. 255

1

Werte größer 0: Bremsverzögerung bei Nothalt

Anfahrverzögerung

 

016

0 .. 255

1

Wert größer als Beschleunigung: Erste interne Fahrstufe wird mit dieser Verzögerung eingeschaltet.

Der Wert 150 entspricht ca. 1 Sekunde.

Geschwindigkeit Analogbetrieb

017

0 .. 127

92

Ab Version 7-11

Rangiergeschwindigkeit

018

0 .. 127

62

 

Rangierverzögerung

 

019

0 .. 15

1

0: keine Rangierverzögerung

1 .. 15: Rangierverzögerung

Rangiergang

 

 

16 .. 31

 

16: Rangiergang

17 .. 31 mit Rangierverzögerung 1 .. 15

 

Decoder-Parameter 021 .. 029: Streckencharakteristik

Diese Parameter bestimmen Eigenschaften der Gleisanlagen.

Bremsabschnitte (Parameter 021): Mit diesem Parameter wird die Wirkungsweise des Decoders in Dioden-Bremsabschnitten festgelegt. Sind die Bremsabschnitte einteilig, bremst das Fahrzeug in Bremsrichtung des Bremsabschnittes bis zum Stillstand. Sind die Bremsabschnitte zweiteilig, bremst das Fahrzeug bis zu Fahrstufe 3 und hält im stromlosen Teil des Bremsabschnitt an. In der Gegenrichtung fährt das Fahrzeug mit praktisch unverminderter Geschwindigkeit durch den Bremsabschnitt. Je nach Verdrahtung der Lichtanschlüsse können die Loklampen beim Durchfahren und/oder Bremsen in Bremsabschnitten aus sein.

Alle Bremsabschnitte einer Anlage sollten entweder einteilig oder zweiteilig sein. Die Lok kann die Art des jeweiligen Abschnittes nicht erkennen.

Streckencharakteristik:

Parameter

Wert

Werks-

Einstellung

Bemerkungen

Zweiteilige Bremsabschnitte

 

021

0 / 1

0

0: nein (einteilig)

1: ja (zweiteilig)

 

Decoder-Parameter 031 .. 039: Verdrahtung

Mit diesen Parametern können Verdrahtungsfehler korrigiert werden.

Anschluss-Vertauschungen (Parameter 031 .. 033): Mit diesen Parametern können nach Einbau des Decoders Verdrahtungsfehler elektronisch korrigiert werden. Sind die Anschlüsse des Decoders entsprechend der Einbau-Anweisung vorgenommen worden, müssen normalerweise keine Vertauschungen eingegeben werden. Trotz aller Sorgfalt kann es jedoch vorkommen, dass nachträglich festgestellt wird, dass z.B. die Spitzenlichter eines Fahrzeuges in der falschen Richtung leuchten. Dies kann dann mit der Vertauschung der Lichtanschlüsse korrigiert werden.

Verdrahtung

Parameter

Wert

Werks-

Einstellung

Bemerkungen

Vertauschung Gleisanschlüsse

031

0 / 1

0

 

Vertauschung Motoranschlüsse

032

0 / 1

0

 

Vertauschung Lichtanschlüsse

033

0 / 1

0

 

 

Decoder-Parameter 051 .. 059: Motormanagement

Mit diese Parametern kann ein Decoder an die spezifischen Eigenschaften des Motors eines Fahrzeuges angepasst werden.

Kennlinie (Parameter 051): Mit diesem Parameter wird die Motorkennlinie festgelegt. Die Kennlinie 0 ist eine lineare Kennlinie, d.h. die Geschwindigkeit des Fahrzeuges erhöht sich mit jeder Fahrstufe um denselben Wert. Die Kennlinie 7 ist eine extrem progressive Kennlinie, d.h. je höher die Geschwindigkeit, desto höher ist der Geschwindigkeitszuwachs pro Fahrstufe. Dadurch kann feinfühlig Rangiert werden bei vollem Erhalt der Höchstgeschwindigkeit. Die Kennlinie 5 entspricht der Kennlinie des Decoders TRIX 66838 I (Ausführung bis 2009).


 

Regelvariante (Parameter 052): Mit diesem Parameter wird die Regelvariante festgelegt, mit der der Decoder den Motor steuert. Regelvariante 1 hat eine sehr harte Regelung, sie ist nur für ältere Motoren anzuwenden. Regelvariante 2 ist für die meisten 3-poligen, nicht schräg-genutete Motoren anzuwenden. Bei vielen dieser Motoren, und besonders bei 5-poligen bzw. schräg-genuteten Motoren ist die Regelvariante 3 die bessere Wahl. Regelvariante 4 hat eine sehr weiche Regelung. Sie ist vornehmlich bei Glockenanker-Motoren anzuwenden.

Impulsbreite (Parameter 053): Mit diesem Parameter wird die Impulsbreite festgelegt, mit der der Decoder den Motor ansteuert. Bei modernen Motoren kommt normalerweise die Impulsbreite 1 oder 2 zum Einsatz (Glockenankermotoren normalerweise Impulsbreite 1, andere leichtgängige Motoren normalerweise Impulsbreite 2). Bei trägen Motoren bzw. schwergängigen Fahrzeuggetrieben ist möglicherweise die Impulsbreite 3 oder 4 zu verwenden.

Zeitlimit bei Stromunterbrechung (Parameter 055): Mit diesem Parameter wird ein Zeitlimit für Stromunterbrechungen festgelegt, innerhalb welchem das Fahrzeug mit unverminderter Geschwindigkeit weiterfährt. Ist das Zeitlimit einer Stromunterbrechung länger, fährt das Fahrzeug nach Rückkehr des Fahrstromes mit Fahrstufe 1 an. Ist das Zeitlimit noch nicht erreicht, fährt das Fahrzeug proportional zur abgelaufenen Zeit mit unverminderter oder reduzierter Geschwindigkeit weiter und beschleunigt wieder auf die am Fahrregler eingestellte Geschwindigkeit. Dadurch wird erreicht, dass bei kurzen Unterbrechungen, wie z.B. bei Schmutz oder Weichen das Fahrzeug praktisch ruckfrei fährt, jedoch nach einem Signalhalt mit stromlosem Gleisabschnitt das Fahrzeug mit Fahrstufe 1 anfährt. Ein Wert von 15 entspricht ca. 0,2 Sekunden, ein Wert von 100 entspricht ca. 1 Sekunde. Der eingestellte Wert dieses Parameters wird auch im SX1-Betrieb nach SX1 Programmierung verwendet. Ist der Wert 0, wird die intern gespeicherte Geschwindigkeit während der Stromunterbrechung nicht reduziert.

Motorregelungswerte für Regelvariante 1 (Parameter 056): Dieser Parameter kann dazu benutzt werden, das Regelverhalten bei besonders problematischen Motoren zu beeinflussen. Damit dieser Parameter zur Motorregelung verwendet wird, muss im Parameter 052 der Wert 0 (Regelvariante 1) eingegeben werden. Die Werte für diesen Parameter müssen durch Versuche ermittelt werden. Für weitere Informationen siehe Datenblatt dieses Decoders: Details zu Einstellwerten.

Motormanagement:

Parameter

Wert

Werks-

Einstellung

Bemerkungen

Kennlinie

(linear bis progressiv)

051

0 .. 7

5

0: linear

5: entspricht bisherigen Decoder

7: sehr progressiv

Regelvariante

 

052

0 .. 3

2

0: Regelvariante 1 - sehr hart

1: Regelvariante 2 – hart

2: Regelvariante 3 – weich

3: Regelvariante 4 - sehr weich

 

 

 

 

Loks mit Glockenankermotor: Regelvariante 4 oder, in Ausnahmefällen, Regelvariante 3.

Impulsbreite

 

053

0 .. 3

1

0: Impulsbreite 1 – schmal

1: Impulsbreite 2 – normal

2: Impulsbreite 3 - breit

3: Impulsbreite 4 - sehr breit

 

 

 

 

Loks mit Glockenankermotor: Impulsbreite 1 oder, in Ausnahmefällen, Impulsbreite 2.

Zeitlimit bei Stromunterbrechung

055

0 .. 127

15

= ca. 0,2 Sek

ab Version 7-10

Motorregelungswerte für Regelvariante 1

056

0 .. 255

96

ab Version 7-10

 

Decoder-Parameter 061 .. 074: Funktionszuordnungen

Mit diese Parametern werden Funktionen des Decoders Funktionstasten am Fahrregler zugeordnet.

Taste F0 (Licht) vorwärts (Parameter 061): Ist die Taste Licht eingeschaltet und die Fahrtrichtung ist vorwärts, ist die dieser Taste zugeordnete Funktion aktiv (Werkseinstellung: Licht vorne (Führerstand 1).

Taste F0 (Licht) rückwärts (Parameter 062): Ist die Taste Licht eingeschaltet und die Fahrtrichtung ist rückwärts, ist die dieser Taste zugeordnete Funktion aktiv (Werkseinstellung: Licht hinten (Führerstand 2).

Taste F1 bis F12 (Parameter 063 .. 074): Ist die Taste eingeschaltet, ist die zugeordnete Funktion aktiv.

Funktionszuordnungen:

Parameter

Wert

Funktionszuordnung: Werks-Einstellung

Taste F0 (Licht) Fahrtrichtung vorwärts

061

1 .. 255

1

Licht vorne (Führerstand 1)

Taste F0 (Licht) Fahrtrichtung rückwärts

062

1 .. 255

2

Licht hinten (Führerstand 2)

Taste F1

063

1 .. 255

4

Ausgang Aux1

Taste F2

064

1 .. 255

0

-

Taste F3

065

1 .. 255

0

-

Taste F4

066

1 .. 255

16

Rangiergang

Taste F5

067

1 .. 255

0

-

Taste F6

068

1 .. 255

0

-

Taste F7

069

1 .. 255

0

-

Taste F8

070

1 .. 255

32

Spitzenlicht abblenden

Taste F9

071

1 .. 255

0

-

Taste F10

072

1 .. 255

0

-

Taste F11

073

1 .. 255

0

-

Taste F12

074

1 .. 255

0

-

 

Funktionen und Tastenzuordnungen:

 

Funktionen

 

Taste

 

Parameter

Abblend

Licht

Rangier-

Gang

-

-

-

-

Aux1

Licht hinten

Licht vorne

F0 vorwärts

061

128

64

32

16

8

4

2

1

F0 rückwärts

062

 

 

 

 

 

 

 

 

 

F1

063

 

 

 

 

 

 

 

 

 

F2

064

 

 

 

 

 

 

 

 

 

F3

065

 

 

 

 

 

 

 

 

 

F4

066

32

16

8

4

2

1

F5

067

 

 

 

 

 

 

 

 

 

F6

068

 

 

 

 

 

 

 

 

 

F7

069

 

 

 

 

 

 

 

 

 

F8

070

 

 

 

 

 

 

 

 

 

F9

071

4

2

1

F10

072

 

 

 

 

 

 

 

 

 

F11

073

 

 

 

 

 

 

 

 

 

F12

074

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sollen mit einer Taste mehrere Funktionen geschaltet werden, sind die einzelnen Werte der Funktionen zu addieren. Soll mit einer Taste keine Funktion geschaltet werden, ist der Wert 0 einzugeben.

Über die Funktionszuordnungen können die Tastenzuordnungen zu den Funktionen verändert und auch ggf. kombiniert werden. So kann z.B. Funktion Rangieren auf die Taste F1 (statt Ausgang Aux1, der auf eine andere Taste gelegt werden kann) gelegt werden, und zusätzlich können die Spitzenlichter auf beiden Seiten der Lok eingeschaltet werden (hierfür muss der Wert 1 + 2 + 128 = 131 in Parameter 063 eingegeben werden).

Taste F1

063

131

Rangieren + Lv + Lr

Decoder-Parameter 081 .. 099: Spezialfunktionen

Diese Parameter legen Eigenschaften von speziellen Funktionen fest

Helligkeit Licht normal (Parameter 081): Hiermit wird die Helligkeit der Lok-Spitzenlichter (Ausgänge Licht vorwärts und Licht rückwärts) eingestellt.

Helligkeit Licht abgeblendet (Parameter 082): Hiermit wird die Helligkeit der Lok-Spitzenlichter (Ausgänge Licht vorwärts und Licht rückwärts) bei gedrückter Taste Abblenden eingestellt.

Helligkeit Ausgang Aux1 (Parameter 083): Hiermit wird die Helligkeit des Ausganges Aux1 eingestellt.

Spezialfunktionen:

Parameter

Wert

Werks-

Einstellung

Bemerkungen

Helligkeit Licht  normal

081

0 .. 31

31

 

Helligkeit Licht  abgeblendet

082

0 .. 31

15

Bestimmt Helligkeit der Loklicht-Ausgänge wenn Taste Abblenden eingeschaltet ist

Helligkeit Ausgang AUX1

083

0 .. 31

31

 

 

Decoder-Parameter 041: Systemeinstellung

Dieser Parameter informiert über die eingestellte Systembetriebsart.

Systembetriebsart (Parameter 041): Die Systembetriebsart wird bei der Decodereinstellung (Programmierung) automatisch gesetzt. Sie kann nur gelesen werden.

Systemeinstellung:

Parameter

Wert

Bemerkungen

Systembetriebsart

041

1 / 2 / 4

1:

2:

4:

wird automatisch gesetzt, nur Lesen

SX1 (nach SX1-Programmierung)

DCC

Lokadr. = 112 : SX2 oder SX1 Adressdynamik

Lokadr. = 001.. 103/111: SX1 (Parameter-Programmierung)

Decoder-Parameter 101..104: Kennzeichnungen

Diese Parameter informieren über die Kennzeichnungen des Decoders.

Hersteller (Parameter 101): Herstellerkennung. Kann nicht verändert werden. Wird in diesen Parameter der Wert 101 geschrieben, setzt der Decoder die eingestellten Decoderparameter, CV’s und SelecTRIX-Kennwerte auf die Werkseinstellung zurück.

Artikelkennung (Parameter 102): Interne Artikelkennzeichnung des Decoders. Kann nur gelesen werden.

Version (Parameter 103): Programmversion. Kann nur gelesen werden.

Datum (Parameter 104): Datum (MMJ – Monat, Jahr) der Programmversion. Kann nur gelesen werden

Kennzeichnungen:

Parameter

Wert

Bemerkungen

Herstellerkennung

101

131

131 = Trix

 

 

Schreiben Wert 101: Rücksetzen Decoder auf Werkseinstellung

 

 

Schreiben Wert 107: Freischalten erweiterte Funktionen

 

 

Schreiben Wert 207: Rücknahme Freischaltung erweiterte Funktionen

Artikelkennung

102

 

nur Lesen

 

 

216

Ohne erweiterte Funktionen

 

 

107 oder116

Erweiterte Funktionen freigeschaltet

Versionsnummer

103

7

nur Lesen

Datum

104

x

nur Lesen (Format MMJ)

Revisionsnummer

105

x

nur Lesen

Revisionsdatum

106

x

nur Lesen (Format MMJ)

Produktionskennung 1

107

x

 

Produktionskennung 2

108

x

 

 

 

 

  Betriebsanleitungen für den späteren Gebrauch aufbewahren.

Abbildungen und technische Angaben freibleibend. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.

Betriebsanleitung und Microcode:

H. Maile, E-38438 El Amparo, www.maile.es Email: heinrichmaile@yahoo.de

in Zusammenarbeit mit Doehler & Haass GmbH & Co. KG, D-81249 München

Super-Soft-Drive (SSD)® ist ein eingetragenes Warenzeichen der Firma Doehler & Haass, D-81249 München

SelecTRIX® ist ein eingetragenes Warenzeichen der Gebr. Märklin & Cie. GmbH, D-73033 Göppingen

 (c) 2011, H. Maile, E38438 El Amparo        Zurück      Drucken      DHT160X_Adyn (00/02.2011)